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08.11.19(nb)

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Das Vorstellungsgespräch

Viele Arbeitssuchende scheitern am Vorstellungsgespräch. Eine gute Vorbereitung verbessert Ihre Chancen stark.

Wichtig sind die vorbereitenden Gedanken zu Ihrem neuen Arbeitgeber. Bereiten Sie sich auf folgende Fragen vor:

  • Erzählen Sie etwas über sich.
    Reissen Sie keinen Roman von der Geburt bis heut vom Zaun. Beschränken Sie sich kurz und bündig auf die Eckpfeiler Ihres Lebens und das, was für Sie von Bedeutung ist.
    Bereiten Sie sich auf Unterbrechungen wie: "warum?" und "können Sie das erklären?" vor. Man will feststellen, ob Sie Ihr Thema beherrschen oder ob eine Störung Sie aus dem Konzept und der Ruhe bringt.
    Vorbereitung: Schreiben Sie die Eckpunkte auf. Welche Ihrer Eckpunkte treffen auch Ihren Arbeitgeber? Zu jedem Punkt ein Stichwort und ein Verb. Trainieren Sie Ihre Antwort auf die Frage: Erzählen Sie über sich.. z.B. mit einem Freund.
  • Warum haben Sie sich für unseren Betrieb entschieden?
    Setzen Sie sich mit der Firmengeschichte und der Firmenpolitik auseinander. Wo gibt es eine Verbindung zu Ihnen? Visionen und Leitlinien.
  • Was wissen Sie über unsere Firma?
    Sammeln Sie alle Informationen zum Unternehmen. Firmengeschichte, Verwaltungsräte, Philosophie, Ziele, Produktpalette, Kundensegmente, Aktionsradius, Wirtschaftskennziffern und vieles mehr.
  • Was motiviert Sie an der ausgeschriebenen Stelle am meissten?
  • Was sind Ihre Stärken und Schwächen?
    Ein ausgeprägtes, ungesundes Selbstbewusstsein könnte fehl am Platz sein. Steichen Sie die Punkte mit Bedacht heraus (nicht ich bin fehlerfrei/der Beste).
  • Warum wollen Sie Ihren aktuellen Arbeitsplatz verlassen?
    Sie können erklären, dass Sie neue berufliche Ziele (welche?) gesetzt haben und neue Herausforderungen suchen. Bereiten Sie sich vor und gehen Sie auf die in der Stellenausschreibung genannten Punkte ein. Formulieren Sie konkrete Ziele dieser Punkte.
  • Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?
    Ihr Arbeitgeber will sehen, ob Sie einen Plan haben. Skizzieren Sie einen 3, 5 und 10 Jahres Zeitstrahl und notieren Sie sich die Höhepunkte. Versuchen Sie Ihr Plan mit dem Weiterbildungsangebot der Firma zu verbinden.
  • Warum denken Sie, dass Sie die richtige Besetzung für diese Stelle sind?
    Das ist eine Stressfrage. Verbinden Sie Ihre besonderen Fähigkeiten mit den Anforderungen der Stellenausschreibung und den Zielen der Firma.
  • Was stört sie am meissten bei anderen Menschen und wie gehen Sie damit um?
    Treten Sie nicht als Weltverbesserer auf. Beziehen Sie die Antworten nicht auf sich selbst (ich kann es nicht leiden wenn...). Keine politischen oder sozialkritische Themen. Kein peinlichen Themen wie Mundgeruch, schwitzen.
    Notieren Sie sich im Vorfeld interessante, wichtige Punkte die unverfänglich sind. Überlegen Sie sich Begründungen. Skizzieren Sie Ihren Umgang damit. Wählen Sie Formulierungen wie: "Ich habe gelegentlich Schwierigkeiten mit … klarzukommen". (Nicht "ich kann nicht leiden, es stört mich massiv, ich verabscheue…" und ähnliche harte Worte).
  • Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
    Notieren Sie ihre Freizeitbeschäftigungen. Bewerten Sie diese in Teamplayer oder Einzelkämpfer. Assozieren Sie Ihre Angaben zur ausgeschriebenen Stelle.

Antworten auswendig zu lernen ist problematisch. Der Vorgesetzte könnte das bemerken. Wirken Sie spontan, selbstbewusst und freundlich. Das erreichen Sie durch vorgängiges Üben mit Ihren Freunden.

Beachten Sie: Auch die Form, Ihre Reaktion auf diese oder jene Frage, äussere Zeichen wie Blick, Mimik, Gestik und Haltung sowie auch Zögern, Ausweichen und sogar das Ungesagte werden registriert. Filmen Sie sich...

 

Knifflige Fragen um die Denk- und Handlungsweise des Bewerbers zu prüfen können auch folgende sein:

  • Ein Kunde beschimpft Sie am Telefon. Er ist mit Ihrer Vorgehensweise nicht einverstanden. Wie reagieren Sie?

Verhaltensfrage aus dem Buch "Mind like Wather: Keeping your Balance in a Chaotic World" von Jim Ballard:

  • Sie fahren mit dem Auto durch eine stürmische Nacht. Sie kommen an einer Bushaltestelle vorbei und sehen, dass dort drei Menschen warten:
    1) Eine alte Dame, die kurz davor ist zu sterben.
    2) Ein alter Freud der einmal Ihr Leben gerettet hat.
    3) Der perfekte Mann/die perfektre Frau Ihrer Träume
    Sie wissen, dass Sie in Ihrem Auto nur eine weitere Person mitnehmen können. Wenn Sie die alte Dame wählen, könnten Sie ein Leben retten. Wenn Sie Ihren alten Freund mitnehmen, der einmal Ihr Leben gerettet hat, ist das die perfekte Gelegenheit, sich bei ihm zu bedanken. In beiden Fällen jedoch würden Sie wahrscheinlich nie wieder auf Ihre große Liebe treffen.“

Jim Ballard schreibt, dass die meisten Bewerber, die mit dieser Fragen erstmals konfrontiert sind, sich für eine der drei Antwortmöglichkeiten entschieden. Der Grund sei, dass der überragende Teil der Menschen sich nur auf das konzentrieren würde, was sie im Moment gerade hören: „Wer darf in mein Auto einsteigen?“. So blenden viele der Gefragten aus, dass das Offensichtliche gar nicht immer die richtige Lösung sein muss. Man könnte die Situation nämlich auch klären, in dem man dem Kumpel die Autoschlüssel gibt, um die alte Dame ins Krankenhaus zu fahren. Man selbst bleibt mit dem Traumpartner zurück, geht ein Stück und benutzt den Bus.

Zusammengefasst könnte man also auch sagen: Wer im Vorstellungsgespräch mit einer Verhaltensfrage konfrontiert ist, von der man das Gefühl hat, dass man nur auf eine Insellösung zusteuern kann, sollte seine Aufmerksamkeit noch mal auf das Problem richten und das zunächst Offensichtliche ausblenden. Klar ist in dem Fall, wer in einer Ausnahmesituation wie einem Vorstellungsgespräch die Klarheit besitzt, auf eine derartige Frage smart zu reagieren, der wird den Interviewer mit Sicherheit positiv überraschen. Eine gute Voraussetzung, um den Job zu bekommen.

 

 

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